Pflichten für Webseitenbetreiber aus der DSGVO

Diese Informationen finden Sie größtenteils auch in Video-Form:
Zum Video

Einleitung

Aufgrund der Urteile des EuGH zum Privacy Shield (16. Juli 2020) und zu Cookies (01. Oktober 2019) haben sich Konsequenzen für Webseiten ergeben.
Seit 2017 sind zudem Netzwerkadressen (IP-Adressen) personenbezogene Daten (aufgrund von Urteilen von EuGH und BGH). Das führt zu folgendem Problem:

Besucht jemand Ihre Webseite, wird dabei zwangsläufig die Netzwerkadresse Ihres Besuchers an Ihre Webseite geschickt.
Bindet Ihre Webseite Google Maps ein, wird die Netzwerkadresse Ihres Besuchers über Ihre Webseite zu Google geschickt.
Dieser Versand personenbezogener Daten von Ihrer Webseite zu einem amerikanischen Anbieter ist ohne Einwilligung nicht erlaubt. Hierbei geht es nicht um Cookies, sondern um personenbezogene Daten = Netzwerkadressen.

Einwilligungspflichtige Tools

Hier finden Sie eine Auswahl von Tools, für die vor dem Laden (!) eine Einwilligung erforderlich ist.
  • Google Schriftarten --> Alternative: lokal einbinden
  • Google Maps --> Alternative: Weglassen (Nutzen?) oder durch stilisierte Karte ersetzen oder auf der Karte eine Einwilligung abfragen
  • Google reCAPTCHA --> Alternative: andere Lösung einsetzen, für WordPress etwa Contact Form 7 Image Captcha
  • YouTube Videos --> Alternative: Vorschaubild verwenden und direkt auf YouTube Plattform/Video verlinken oder Video lokal ablegen
  • Vimeo Videos --> Alternative: Analog zu YouTube Videos
  • Mailchimp --> Alternative: europäischen oder deutschen Anbieter nehmen
  • Google Analytics --> Alternative: Matomo (lokale Installation)

Vorgehen für Ihre Webseite

Bestandsaufnahme durchführen

Ermitteln Sie alle Tools, die auf Ihrer Webseite eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Webseiten-Dienstleister oder nutzen Sie unseren Webseiten-Check.

Unnötige Tools entfernen

Prüfen Sie, welche Tools wirklich benötigt werden und entfernen Sie alle unnötigen Tools.

Alternativen verwenden

Für alle verbliebenen Tools verwenden Sie entweder eine der o.g. Alternativen oder nutzen Sie eine funktionierende (!) Einwilligungsabfrage.

Cookie Popups

Die meisten Einwilligungsabfragen funktionieren nicht (Stand Oktober 2020). Dies hat technische Gründe und liegt auch an den ungenügenden Einwilligungstexten.
Daher unsere Empfehlung: Verzichten Sie auf einwilligungspflichtige Tools. Sie benötigen dann gar kein Cookie Banner mehr, welches zudem nur auf Cookies abzielt, nicht auf Netzwerkadressen (s.o.).
Setzen Sie eine Cookie Consent Lösung ein und meinen, diese funktioniere, dann prüfen Sie Ihre Webseite unten mit unserem online Check. Dieser Check prüft wenige Seiten Ihrer Webseite und zeigt nach wenigen Sekunden die Befunde dafür an.

Datenschutz-Beratung für Webseiten

Wenn Sie eine über das Datenschutzmandat hinausgehende Beratung benötigen, machen wir Ihnen gerne ein Angebot und helfen Ihnen, Cookie Banner gänzlich zu vermeiden (dies gelingt in über 80% der Fälle).
Schreiben Sie bei Bedarf eine Mail an info@zida-gmbh.de und fragen Sie nach einem Angebot für einen umfassenden Webseiten-Check mit Beratung.

Webseite checken

Vorab-Check für den Datenschutz auf Ihrer Webseite durchführen. Besteht Handlungsbedarf? Erhalten Sie erste Ergebnisse in Sekunden
Ihre Webseite: Webseite testen
Kostenfreie Datenschutz-Erstberatung

Kostenfreie Erstberatung

Kostenfreier Datenschutz-Check am Telefon.

Gerne führt Herr Erich Zimmermann (ext. Datenschutzbeauftragter – IHK), ZiDa Datenschutz GmbH, einen telefonischen Datenschutz-Check mit Ihnen (Unternehmergespräch) durch.

Anhand von Fragen, die auch die betreffende Landesbehörde stellen kann, werden die Datenschutzvorkehrungen in Ihrem Hause vertraulich behandelt und offene Punkte sowie deren Lösungen aufgezeigt.